Ein Meister an Bord

Unser Fleischermeister Kai steht vor einem Holzstapel

Die Eröffnung unserer Manufaktur verschiebt sich nun zwar leider auf Frühjahr nächsten Jahres, beim wichtigsten Thema haben wir aber bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Oder genau genommen Klingen mit Griffen. Mit Kai haben wir zwischenzeitlich qualifizierte Verstärkung bekommen. Als Jäger ist er mit Wild bestens vertraut und wird Euch schon bald mit besonderen Spezialitäten überraschen.

Die einzige Frage, auf die wir bei unserem ersten Banktermin keine Antwort hatten, war die zu den Fachkräften. Wir sind bis dahin immer davon ausgegangen, dass wir erst mit zukünftigen Teammitgliedern reden sollten, wenn wir auch wirklich einen Kredit bekommen haben, um die Manufaktur aufzubauen. Für uns als junges Unternehmen war das nämlich gar nicht so einfach. Einige Tage und unzählige Anrufe später stellte sich dann heraus, dass unsere Ansprechpartner bei der Volksbank, die uns im Übrigen wirklich toll unterstützt haben, leider absolut Recht hatten. „Fachkräfte? Im Fleischerhandwerk? Hier? Keine Chance!“ Das war die standardmäßige Antwort, die wir am Telefon bekommen haben.

Weil uns aber die besonderen Vorteile für unser zukünftiges Team, die sich aus unserem speziellen Modell ergeben, bewusst waren, haben wir nicht aufgegeben und nach alternativen Lösungen gesucht. In kurz: das Internet hat geholfen. Als wir das erste Mal mit Kai über eine Zusammenarbeit gesprochen haben, war es April. Zum Glück ist Kai Jäger, denn Jäger haben Geduld. Außerdem hatte er so die Zeit, zwischendurch noch die Meisterschule zu absolvieren. Dass das nicht die einzige Schule nach der Schule war, ist übrigens eine gute Sache für uns alle. Er ist nämlich nach seinem Schulabschluss noch auf einer Kochschule gewesen und dass er dabei auch was gelernt hat, hat er uns mittlerweile schon mehrfach bewiesen. Jagd-, Fleischer- und Kochhandwerk, in der Reihenfolge. Kann es bessere Voraussetzungen geben? Definitiv nicht!